Zum überleben brauchen Frauen heute eigentlich keine Männer mehr, sowohl beruflich, finanziell und auch sonst in allen Bereichen, können wir (Gott sei Dank) als Frau ein freies und selbst bestimmtes Leben führen. Zumindest meistens, und ich persönlich habe noch nie wirklich Diskriminierung erlebt, aufgrund meines Geschlechtes. Spannend ist aber ein anderer Faktor, den Prof. Bonelli in diesem Buch sehr gut beleuchtet. Männer und Frauen sind unterschiedlich, egal wie sehr wir die Gleichberechtigung anstreben. Und Gleichberechtigung hat wenig mit Gleich oder Identisch sein zu tun.

Was macht diese Überschrift mit dir? Also ich musste erstmal schlucken, Frauen brauchen Männer? Aha! Nachdem ich 3 mal um das Buch in der Buchhandlung geschlichen bin, dachte ich mir, ok ich wills mal versuchen. Immerhin ist Prof Bonelli ein Psychiater, Neurowissenschaftler und Therapeut mit eigener Praxis, und ich kannte schon ein paar Videos von Youtube von ihm. Trotzdem hat sich in mir was gesträubt, also keine Sorge falls es dir genauso ging, bei dem Titel. (Hier kannst du dir Videos zum Thema Beziehung und Familie von Prof. Bonelli ansehen).

„Der Grund für diese Empathie-Fähigkeit
ist das weibliche Gehirn.“
Bonelli (Seite 84)

Zum überleben brauchen Frauen heute eigentlich keine Männer mehr, sowohl beruflich, finanziell und auch sonst in allen Bereichen, können wir (Gott sei Dank) als Frau ein freies und selbst bestimmtes Leben führen. Zumindest meistens, und ich persönlich habe noch nie wirklich Diskriminierung erlebt, aufgrund meines Geschlechtes. Spannend ist aber ein anderer Faktor, den Prof. Bonelli in diesem Buch sehr gut beleuchtet. Männer und Frauen sind unterschiedlich, egal wie sehr wir die Gleichberechtigung anstreben. Und Gleichberechtigung hat wenig mit Gleich oder Identisch sein zu tun.

Als Neurowissenschaftler geht er auch auf die biologischen unterschiedlichen Aspekte ein und damit ist jetzt gar nicht primär das Geschlecht gemeint. Frauen zum Beispiel denken anders, das kann man bei Gehirnscans sehr gut sehen. Sie denken viel weiter, emotionaler und verwobener als Männer. Die sind da eher schlichter und gradliniger. Sehr gut gelungen finde ich in diesem Buch, dass er nicht einfach nur seine Meinung schreibt, sondern an Fällen aus seiner Praxis das ganze beleuchtet. Und das sind Dinge, die wir wohl alle auf die eine oder andere Art schon mal erlebt haben.

  • Das Leben als Nerd und die Liebe
  • Giftige Konkurrenz
  • Unerwünschte Impulse und verlieben in einen anderen Mann
  • Das zu nette Mädchen usw.

Einige andere Punkte die er beleuchtet sind die 4 unbewussten Liebestöter, das weibliche und männliche Unbewusste und den Eros. Und er bezieht sich viel auf die Theorien von Freud, dem Ich, Es und Über Ich. Was ich sehr spannend finde, sind seine Rückschlüsse (die er aber auch mit Studien belegt) auf die Gesellschaft und wie diese wieder auf den einzelnen wirken. Sicher kann man hier einige Aussagen auch sehr kritisch sehen, zum Beispiel was Gendern und die Geschlechtsanpassungen sowie die Übersexualisierung im Zeitalter der Millennials macht, aber doch finde ich das zu Thematisieren sehr spannend.

Zum Beispiel wie man den Hype von Shades of Grey, (wo ein Narzisstischer Sadist eine junge Frau unterdrückt und auch sexuell dominiert) erklären kann und wie es kommt, dass in einer Zeit in der ja Gleichberechtigung so wichtig ist, auf einmal Millionen Frauen das Bild dieses Mannes im Roman vergöttern, und nicht selten daheim einiges nachspielen wollen. Eigentlich das absolute Gegenteil von dem was heute als eine gute, ausgeglichene Partnerschaft auf Augenhöhe gilt und doch ein Mega Hype, wie kommt es also das es Frauen so magisch angezogen hat?

„Millennials haben insgesamt deutlich weniger Geschlechtsverkehr als Gleichaltrige vor zehn, zwanzig, dreißig und vierzig Jahren.“
(Seite 26)

Ein Buch das einen sicher sehr zum nachdenken und manchmal im ersten Moment zum Kopfschütteln bringt aber definitiv sehr viele spannende Sichtweisen aufdeckt. Ich muss sagen, ich habe mir nach diesem Buch viel eingestehen müssen und auch das ich einen Mann brauche. Und selbst jetzt beim schreiben fühlt sich das komisch an. Aber was bedeutet es als Frau einen Mann zu brauchen? Sich aufgeben? Heimchen am Herd zu sein? Sich unterdrücken lassen? Nein absolut nicht!

So wie auch in allen anderen Bereichen des Lebens und in Beziehungen, geht es darum sich selbst zu erkennen. Und eine Frau ist nun mal eine Frau und ein Mann ein Mann, und irgendwas muss sich die Evolution ja dabei gedacht haben. Und zwar das wir uns ergänzen. Die Frau kann die Super Power vom Mann nutzen und sich unterstützen lassen und der Mann von der Frau. Keines der beiden Geschlechter ist besser oder schlechter, beide haben ihre Besonderheiten aber nur zusammen kann das gesamte Potenzial ausgeschöpft werden. Und das macht Prof. Bonelli mit diesem Buch sehr deutlich. Das es auf das miteinander und ergänzen ankommt.

Ein sicher viel diskutierbares Buch, das etwas konträr zum Mainstream „Wir sind alle gleich“ steht, aber ich muss schon sagen, dass es mir sehr weiter geholfen hat und du dich nicht vom Titel abschrecken lassen solltest. Sowohl im generellen Umgang mit Männern, zum Beispiel Kollegen oder auch in meiner Partnerschaft. Den es geht in erster Linie immer darum sich selbst besser zu verstehen, denn das öffnet dich für andere Perspektiven. Und warum sollten dabei nicht auch Wissen aus der Neurowissenschaft, Biologie, Psychologie und Psychoanalyse helfen? Try it!

Von Herz zu Herz ♥
Deine Erika

Dir gefällt mein Content und ich konnte Dir schon weiterhelfen?
Dann freu ich mich dich in meiner Social Media Community zu begrüßen.
Hier gibt es regelmäßig Inspirationen, Zitate und neue Beiträge.
Schau gerne mal rein, ich freu mich auf dich!

Hier kommst du direkt zu meinen Social Media Kanälen bei InstagramFacebook, und Youtube.

*Affiliate Link

0 0 vote
Article Rating