Jon Kabat Zinn

Dieses Buch habe ich von einer Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen und obwohl ich schon viele Jahre lang sehr regelmäßig meditiere (bis auf einige Phasen), konnte ich mir viele neue Anregungen mitnehmen. Zum Anfang möchte ich aber auf die Frage: Was ist Meditation eingehen, denn dabei gibt es viel unwissen.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten der Meditation und auch verschiedene Richtungen die gelehrt werden. Spannend ist, dass wie viele glauben, das Meditieren nicht nur aus dem Buddhismus kommt, sondern eigentlich in allen Glaubensrichtungen praktiziert wird, oder wurde. Egal ob Christentum, Shikismus, Buddhismus aber zum Beispiel kann man auch beim Singen, Tanzen oder beim Yoga in einen meditativen Zustand kommen. Und ja du hast richtig gelesen auch im Christentum ist dies eigentlich eine Praxis die praktiziert wird, dort heißt sie nur Kontemplation oder Beten.

„Meditation hat auch nicht unbedingt etwas mit sitzen zu tun, sondern eher mit Innehalten:“
(Seite 25)

Und hiermit kommen wir zum Kern dessen was Meditation ist und was sie bewirken soll, und auch bewirkt, denn es geht gar nicht so sehr darum, dass alle Gedanken weg sind und du leere fühlst, es geht ums wahrnehmen. Dich wieder selbst spüren, dir selbst zuhören und dich und deine Gedanken kennenlernen. Im ersten Schritt geht es nicht um mehr, denn das ist der Ursprungsgedanke und die erste große Hürde. Innehalten und wahrnehmen!

John Kabat-Zinn ist und hier bitte nicht erschrecken denn damit rechnet man nicht unbedingt bei einem Buch über Meditation und Achtsamkeit: Er war Professor, hat seinen Dr. in Molekularbiologie gemacht und war Unternehmer. Er hat die weltweit renommierte Stress Reduction Clinic gegründet und ist kein Buddhistischer Mönch oder jemand der das Leben was wir leben eher nicht so kennt.

„Wenn wir anfangen zu meditieren, merken wir recht bald, dass ein Teil unseres Gehirns permanent unsere Erfahrungen bewertet, sich mit anderen Erfahrungen vergleicht oder sie an Erwartungen und Maßstäben misst.“
(Seite 60)

Und damit wieder zurück zur Meditation. Der Begriff „Meditation“ lässt sich vom lateinischen „meditatio“ (das Nachdenken über) bzw. „medio“ (die Mitte) ableiten. Es geht dabei um deine Mitte und das nachdenken oder eher beobachten deiner Gedanken und Emotionen. Und es ist ein am besten tägliches Ritual. Denn wir nehmen pro Sekunde 11 Mio. Sinneseindrücke auf, wovon nur 40 bewusst sind und der Rest einfach ausgeblendet wird. Hier ein spannender Link, wenn du dich damit tiefer beschäftigen möchtest.

Das bedeutet ganz einfach, das unser Geist und unsere Gedanken den ganzen Tag auf Hochtouren laufen. Unsere Urinstinkte sind aktiviert, abscannen nach Lebensgefahr, wir bewerten, beurteilen, vergleichen usw. den GANZEN Tag. Durch die digitale Welt wird dies nur noch verstärkt und so kommen wir kaum noch zur Ruhe. Deswegen ist es so unglaublich wichtig, sich jeden Tag Zeit zu nehmen, für DICH. Und wenn du dir nicht die Zeit nimmst, dich in dem ganzen Trubel selbst wahr zu nehmen, dann kann dir wirklich niemand helfen (außer Tabletten die alles still legen, aber willst du das?)

Meditation, Achtsamkeit und Innere Ruhe ist wie Sport, den wir für unseren Körper machen. Wenn wir nur 1 Mal im Jahr für eine halbe Stunde, oder wenn wir Krank sind, gut mit unserem Körper umgehen, Spazieren gehen, Krafttraining absolvieren und uns gut ernähren, mit dem Rauchen und Trinken aufhören, aber den Rest des Jahres genauso weiter machen wie bisher dann wird das einfach nichts bringen.

Genau wie du beim Sport erstmal einen richtigen Muskelkater bekommst und es dir im ersten Moment gar nicht gut tut, wird es dir mit Meditation gehen. Es braucht Übung, Übung, Übung! Ich verstehe manchmal nicht warum Menschen bei ihrem Gehirn und ihrer Persönlichkeit so ungeduldig sind aber gleichzeitig 5 mal die Woche ins Fitnessstudio gehen würden. Dabei ist unser Gehirn noch um das tausendfache komplexer als unsere Muskeln.

Ich könnte wohl noch ewig über den Sinn und die Wichtigkeit von Meditation schreiben, denn es ist wohl der einfachste und günstigste Weg um Achtsamer, Entspannter und Bewusster durch sein Leben zu gehen. Kommen wir aber nochmal kurz zum Inhalt vom Buch.

Jon Kabat Zinn

Richtig gut finde ich an dem Buch das einem unzählige verschiedene Möglichkeiten vorgestellt werden, inklusive Übungen. Und weil es zum Verständnis eben so wichtig ist, auch nochmal darauf eingegangen wird, was Meditation ist, was es nicht ist und was dich erwartet.

Das bedeutet nicht das es nur für Anfänger geeignet ist, sondern auch wenn du schon lange meditierst. Es werden Themen behandelt wie, Nicht-Urteilen, Wut, Harmonie, die Haltung der Hände und was ich sehr gut fand (obwohl ich schon Jahre meditiere) auch wie man im Alltag bei seinen normalen Tätigkeiten in eine meditative Haltung kommen kann. Hört sich komplizierter an als es ist, es geht auch hier im Grunde um Achtsamkeit und das man da ist wo man gerade ist, und nicht mit seinen Gedanken irgendwo.

Als Tipp für alle Eltern, die es schwierig finden es mit Kindern in den Alltag zu integrieren: Dafür gibt es am Ende sogar 2 Kapitel. Es gibt einfach keine Ausrede um nicht zu meditieren, sag lieber du willst nicht.

„Versuchen Sie, den Vorhang der Unachtsamkeit zurückzuziehen, um die Harmonie dieses Augenblicks wahrzunehmen.“ (Seite 158)

Von Herz zu Herz ♥
Deine Erika

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