Letztens wurde ich mit einer Aussage konfrontiert: Aha also Selbsthilfe Bücher, ist das nicht für verzweifelte?
Meine Antwort darauf war: Kann man sehen wie man möchte, aber wo lernen wir zu Leben?
Seitdem beschäftigt mich die Frage, warum sind Bücher über Psychologie, Probleme, Persönlichkeitsentwicklung so verrufen und warum sträuben sich so viele Menschen davor?

Wo lernen wir wie das Leben funktioniert?
Wo lernen wir wie man glücklich wird, eine erfüllte Beziehung führt oder wie man Probleme löst?

Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber in meinem Leben gab es nicht wenige Situationen in denen ich mich gefragt hab wie der ganze Scheiß weiter gehen soll und warum das alles so abläuft, und zwar nicht so wie ich es mir wünschen würde. Trennungen, Unzufriedenheit im Job, finanzielle Themen, Streitereien und auch nicht selten die Frage ob das alles überhaupt einen Sinn macht. Mittlerweile weiß ich, dass das alles einen Sinn hat und jede Herausforderung ein immenses Potenzial für Wachstum hat aber früher definitiv nicht. Und wenn ich heute mit Menschen von früher zu tun habe, merke ich noch mehr als sonst wie sehr ich mich verändert habe. Ich würde sogar sagen, ich bin heute ein anderer Mensch als vor 6 Jahren, als meine Reise zu mir selbst begann. Und tatsächlich haben mir (mittlerweile) hunderte von Büchern dabei geholfen ein Leben zu führen in dem ich glücklich bin. Also lass uns mal das Thema Selbsthilfe Bücher betrachten und warum sie eigentlich schon in der Schule zu Pflichtlektüren gehören sollten.

Wie löst du deine Probleme?

Wenn wir auf diese Welt kommen haben wir unsere Eltern, von denen wir lernen wie das Leben „funktioniert“, danach gehts ab in die Schule, wo wir lesen, schreiben, rechnen lernen. Wenn du später studierst oder eine Lehre machst, lernst du in diesem Bereich die Dinge zu verstehen. Wenn du Krank bist gehst du zum Arzt, der dir hilft, hast du ein Problem in deiner Wohnung rufst du einen Handwerker an, bei Ärger mit Behörden oder so einen Anwalt. In all unseren Lebensbereichen nehmen wir Hilfe an, von (vermeintlichen) Profis. In den seltensten Fällen weigern sich Menschen Hilfe anzunehmen wenn es um ihren Besitz, ihre Gesundheit, technische oder digitale Dinge geht. Aber wenn es um ihre Psyche geht, ja dann ist oft alles was hilfreich sein könnte ein Problem und man geht dem ganzen aus dem Weg.

Würdest du dir ein Haus bauen lassen von jemandem der in einer Bruchbude wohnt?

Oder zu einem Mechaniker gehen der selbst keinen Führerschein hat und noch nie mit einem Auto gefahren ist? Ich glaube eher nicht. Aber wenn es um unser Leben geht machen wir das ziemlich oft. Wir fragen Freunde bei Beziehungsproblemen die oft selber Single sind oder noch besser die Eltern die entweder geschieden sind oder in einer unglücklichen Beziehung stecken. Wenn es uns schlecht geht schlucken wir entweder alles runter oder reden mit Menschen in unserem Umkreis darüber die auch nicht wirklich glücklich sind. Gleich und gleich gesellt sich gern, sagt man ja im Volksmund und gemeinsam über das Leben jammern macht halt mehr Spaß als wenn der andere da nicht mitspielt. Vielleicht bemerkst du hier schon das diese Lösung nicht wirklich Sinn macht und genau das möchte ich auch deutlich machen. Die meisten Menschen suchen nach Lösungen für ihre persönlichen Probleme bei Menschen die selbst oft in der gleichen Lage sind wie man selbst. Aber wie soll das bitte zu einer wirklich guten Lösung führen?

Seelenklempner, Selbsthilfebücher, Motivationsgurus……

Und dann gibt es da noch Menschen und Bereiche die sich mit eben solchen Themen beschäftigen, doch bis man sich damit beschäftigt vergeht oft eine ewig lange Zeit oder es muss erst zu einer Krankheit kommen. Wenn man sich die Gesellschaft anschaut, sieht man das Burnout, Depression, Borderline, Antidepressiva, Scheidungen und Trennungen in einer Anzahl ansteigen das man eigentlich Angst bekommen sollte.

https://www.psych.mpg.de/840900/depression

Antidepressiva gehören zu den meist verschriebenen Medikamenten!

Und wie du oben im Text lesen kannst, sind diese 15 % die schlimmen Depressionen die einen aus der Bahn werfen. Viele nehmen eben vorher schon Medikamente ein, weil man eben nicht so gerne Hilfe einnimmt, sondern erst wenn man zu den 15 % gehört und das Leben den Bach runter geht. Dabei muss das gar nicht sein. Man ist nicht alleine mit seinen Problemen, man ist nicht der einzige Mensch auf der Welt dem es nicht gut geht. JEDEN trifft das irgendwann und genau darüber handeln sogenannte „Selbsthilfebücher“. Geschrieben von Psychologen, Neurowissenschaftlern, Therapeuten, Menschen die diese Probleme auch hatten und eine Lösung gefunden haben. Aber nicht nur in Büchern, du findest die Lösung deiner Probleme mittlerweile auf Youtube, Social Media oder im gesamten Internet. Und wenn es eins gibt was mich bei dieser gesamten Thematik aufatmen lässt, dann das immer mehr Menschen umdenken und sich Lösungen holen um endlich das Leben zu führen das sie führen wollen.

Und wenn du da ganz tief in dich hinein hörst, bist du wirklich glücklich? Möchtest du das dein Leben so wie jetzt die nächsten 20 Jahre aussieht? Wirklich? (Und es ist eh ok, sollte hier nicht die Antwort sein)
Für alles in deinem Leben holst du dir Hilfe, am besten professionelle wie eben beim Auto,von einem Arzt, einem personal Trainer. Was auch immer in deinem Leben um dich herum kaputt geht, repariert werden muss oder du was neues lernen willst gehst du zu Menschen oder Instituten die dir helfen. Warum also auch nicht in dem wichtigsten Bereich und zwar deinem LEBEN! Für DICH!

Du bist nicht allein!

Und ich glaube das es wirklich wichtig ist, dass du dir das merkst und endlich aufatmest. Du bist nicht alleine mit diesem Problem/Thema. Du bist nicht alleine mit deinem gebrochenen Herzen, du bist nicht der einzige auf der Welt der gerade keine Ahnung hat wie es weiter gehen soll oder wie du endlich den richtigen Partner findest und eine glückliche Beziehung führst. Und genau deswegen ist es auch völlig ok, dass du dir in diesen Bereichen Hilfe holst und dir selbst hilfst bevor es zu spät ist und du zu den 15 % gehörst. Es ist völlig ok sich für sich selbst Hilfe zu suchen, vielleicht auch mal ein Selbsthilfebuch zu lesen, zu einem Coach zu gehen, Seminare zu besuchen oder was auch immer dich am meisten anspricht. Das ist dein Leben und du bist nicht alleine und es ist völlig ok sich Hilfe zu nehmen.
Wenn du nicht gerade das Glück hast fantastische Mentoren und Vorbilder in deinem Umkreis zu haben (bei denen das Problem was du hast auch wirklich gelöst wurde und sie eine gute Lösung haben) hatte ich auch nicht.

Und nur noch ganz kurz dazu warum ich glaube das solche Bücher als Pflichtlektüre in Schulen vorgegeben werden sollte. Und ich erzähle dir das an einem Beispiel aus meinem eigenen Leben.
Wenn es eins gibt was ich mir schon immer gewünscht habe, dann mal irgendwann Familie und Kinder zu haben. Einen Mann an meiner Seite mit dem ich eine glückliche und erfüllte Beziehung führe. Ohne Fremdgehen, ständigem Streiten und Kämpfen. Und so wie ich das in meinen Coachings mitbekomme, gibt es keinen der sich keine funktionierende Beziehung wünscht, also nehme ich an du kennst diesen Wunsch auch (Kinder nicht unbedingt).

So jetzt bin ich aber aufgewachsen mit Eltern die alles andere als eine glückliche Ehe hatten und mittlerweile auch getrennt sind. Ich habe zuhause nie gelernt wie man einen Streit schlichtet, gemeinsam Lösungen findet, liebevoll miteinander umgeht, sich respektvoll begegnet oder wie man sich selbst treu bleiben kann. Bei mir zuhause gab es Gewalt, Untreue, Kampf, Vorwürfe, Alkohol, Lügen und noch ne ganze Menge mehr. Wo hätte ich lernen sollen wie man ein glückliches Leben und eine erfüllte Beziehung führt? Vielleicht ist es bei dir nicht so schlimm aber wie oft und in wie vielen Bereichen leben wir einfach, übernehmen unbewusst das was uns vorgelebt worden ist und fragen uns dann warum man selbst ständig Pech hat. Und obwohl ich immer wusste das meine Eltern kein gutes Vorbild sind und ich eine andere Beziehung führen möchte, schlichen sich viele Dinge die ich als Kind gelernt habe doch in meine Beziehungen. Erst mit 25, nach einer wirklich dramatischen Beziehung fing ich an das mal zu hinterfragen und eben Selbsthilfe Bücher zu lesen, Seminare zu besuchen, mir therapeutische Hilfe zu nehmen.

Selbsthilfe oder Selbstbestrafung?

Und hier sind wir an einem Punkt den nur du dir selbst beantworten kannst, willst du dir selbst helfen und endlich was ändern in deinem Leben oder bist du zu stolz und bestrafst dich weiter schön selbst? (Bis du dann im schlimmsten Fall zu den 15 % Depressiven gehörst, in deine Scheidung spazierst, dein Leben vergeudest…… das kannst du gerne selber für dich weiter führen) Und bitte versteh mich nicht falsch, ich will dich mit dieser harten Frage nicht provozieren, ich möchte dir nur aufzeigen was die Folgen sein könnten.
Solltest du schon in diesen Bereichen unterwegs sein und dir selbst helfen oder Hilfe nehmen, YOU ARE A HERO!
Das zeugt von viel Mut und Kraft und du kannst Stolz auf dich sein.


Wie bei allem anderen in unseren Leben ist es völlig ok sich Hilfe für sich selbst zu nehmen.
Das zeugt nicht von Schwäche sondern von ganz viel Kraft, Mut und das du ziemlich Stark bist.
Und um die Frage oben zu beantworten: Es ist ja auch kein Bullshit ein Kochbuch zu kaufen, wenn man was neues ausprobieren möchte oder sich gesünder Ernähren, also ist es auch kein Bullshit wenn man sich darüber informiert wie man was in meinem Leben verändern kann oder eine glückliche Beziehung führt 😉

In diesem Sinne, hoffe ich das es dich, solltest du nicht eh schon dabei sein, dabei ermutigt und dir die Angst nimmt dir selbst zu helfen. Ps: unter Buchempfehlungen findest du einige Bücher die ich dir da sehr ans Herz legen kann. Bei Fragen oder einem Buchtipp für ein bestimmtest Thema schreib mir gern.
I LOVE BOOKS und kann dir da sicher weiterhelfen.

In diesem Sinne.
Love yourself and help yourself!
Deine Erika