Eine Frage die du sicher kennst!
Man tut etwas und egal wie man sich bemüht dein Gegenüber reagiert völlig anders als erwartet.
Vor allem wem man für Menschen die man gern hat, etwas tut oder ihnen auch etwas schenkt, kann es sehr verletzend sein, wenn dieser nicht euphorisch und dankbar reagiert.
Man fragt sich was man selbst falsch gemacht hat und was der andere eigentlich will.

Um dieses Thema und warum wir im Grunde gar nicht erahnen können was der andere will, geht in dieser Podcastfolge.

Spotify
https://youtu.be/klneWyTQrN0

Wie gewohnt kannst du die Folge gratis auf allen Podcast-Apps oder über meinen YouTube Kanal anhören.
Da es glaub ich allen Menschen schon einmal so in ihrem Leben gegangen ist, würde ich mich riesig freuen, wenn du mit uns teilst wo du schon mal so eine Situation hattest.
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Hier für dich auch noch einmal die Geschichte die ich in der Folge vorlese:
Von Ajahn Brahm aus: Die Kuh, die weinte.

Die Flügel des Mitgefühls

Wenn man sich Güte als eine wunderschöne Taube vorstellt, dann wird sie auf Flügeln der Weisheit getragen. Mitgefühl ohne Weisheit ist nie wirklich erhebend.
Wie in der klassischen Geschichte, bei der ein Pfadfinder als gute Tat für den Tag eine alte Dame über eine belebte Straße führt. Dabei wollte die Dame gar nicht die Straße überqueren, doch sie war zu peinlich berührt, um es ihm zu sagen.
Diese Geschichte beschreibt leider nur zu gut, was man in unserer Welt alles unter Mitgefühl versteht. Wir gehen zu oft davon aus, dass wir genau wissen, was der andere braucht.

Ein junger Mann, der von Geburt an gehörlos war, besuchte mit seinen Eltern anlässlich einer gesundheitlichen Routine-Überprüfung seinen Arzt. Aufgeregt teilte der Arzt den Eltern mit, er habe in einer Zeitschrift etwas über eine neue Behandlung für taube Menschen gelesen. Eine einfache und billige Operation könnte zehn Prozent der Menschen, die taub zur Welt gekommen waren, ein hervorragendes Gehör verschaffen. Er fragte die Eltern, ob sie sich darauf einlassen wollten, und beide stimmten augenblicklich zu.
Es stellte sich heraus, dass der junge Mann zu den zehn Prozent gehört, die nach der Operation perfekt hören konnten. Doch der junge Mann war wütend auf den Arzt und seine Eltern. Natürlich hatte er die vorangegangene Diskussion nicht gehört, und niemand hatte ihn gefragt, ob er denn überhaupt hören wollte. Jetzt beschwerte er sich über den fortwährenden Lärm, der ihn entsetzlich quälte und dem er keinen Sinn entnehmen konnte. Er war überhaupt nicht am Hören interessiert gewesen.

Die Eltern, der Arzt und ich selbst -bevor ich diese Geschichte kannte- waren davon ausgegangen, dass jeder Mensch gern hören möchte. Wir wissen eben ganz genau, was jeder will. Mitgefühl, das von derartigen Mutmaßungen begleitet wird, ist dumm und gefährlich.
Es sorgt für viel Leid in dieser Welt!

In dieser Geschichte erkennt man sehr schnell, das etwas vermeintlich gut gemeintes, nichts mit dem zu tun hat was der andere vielleicht will. Ich mag solche kleinen Geschichten, weil sie eine andere Perspektiven zeigen und somit neue Möglichkeiten bieten. Deswegen teile ich ja auch im Podcast immer viele meiner eigenen Geschichten, nicht weil ich sie besonders toll finde, sondern weil sie eine andere Seite aufzeigen. Und immer wenn es darum geht etwas verstehen oder ändern zu wollen, brauchen wir eine andere Möglichkeit.
Wenn dir solche Geschichten gefallen und du dir davon mehr wünschst, lass es mich wissen. Ich habe viele Bücher, Notizen und Geschichten gesammelt. Einfach weil ich sie als eine wunderbare Chance sehe, seinen Blick auf die Welt zu erweitern.

Ich wünsche dir eine wundervolle Woche <3
Deine Erika