Ich möchte diesen Artikel mit folgendem Statement eröffnen:
Mach dir keinen Stress!

Es ist völlig ok, dass du noch nicht weißt, was genau deine Ziele, deine Vision oder deine Mission ist. Und es ist völlig ok, dass das dauert. Aktuell scheint es ein Trend zu werden, seiner Vision zu folgen. Alle wollen was Besonderes, Außergewöhnliches, Großes machen. Da spricht auch absolut nichts dagegen, jeder von uns ist ein Wunder und ich bin davon überzeugt, dass jeder hier ist, weil er eine Aufgabe hat. Doch muss es gar nicht immer groß sein. Fühl dich nicht gedrängt, diesem Trend von maximalem Erfolg, Reichtum und Glück zu folgen. Glaub mir, es ist vieles nicht so wie es scheint. Sich generell mit diesen Sinn-Fragen zu beschäftigen ist sehr wichtig und wurde lange in der Gesellschaft nicht mehr gemacht. Kein Wunder, gab es die meiste Zeit auf der Erde Krieg, Hunger und Armut. So gut wie wir es heute habe, in der Region der Welt, in der wir leben, hatte es noch keine Generation vor uns. Für mich ist dies mit ein Grund, warum sich immer mehr Menschen auf die Suche nach einem Sinn machen. Ging mir ja nicht anders. Wenn man das Ganze von der Maslowschen Bedürfnishierarchie aus betrachtet, kann man das ganz gut erkennen. Aber gut kommen wir zurück zu dem Grund dieses Beitrags, wie kannst du deine Vision/ Sinn/ Ziele finden.

Du wirst es spüren, lerne dir zuzuhören.

Ich habe lange versucht, das Ganze mit Druck zu erzwingen, mich voll drauf konzentriert, aber gebracht hat das nur sehr wenig. Irgendwann hat es mich sogar so entmutigt, dass ich es ganz lassen wollte, deswegen der erste Satz: Mach dir keinen Stress und gib dir Zeit. Du hast dich die letzten Jahre immer vom Außen, von der Gesellschaft und vielleicht auch von deinen Eltern berieseln lassen. Wieder deine innere Stimme hören zu können, braucht deswegen einfach ein bissl. Der erste und wichtigste Schritt ist dabei die Kommunikationsebene 1. Wie und was redest du mit dir selbst. Nimm dir bewusst jeden Tag ein wenig Zeit, um mit dir selbst zu kommunizieren. Was bewegt dich, welche Themen beschäftigen dich und wie redest du mit dir selber? Wenn du dir zum Beispiel in Gedanken immer selbst sagst, dass dies oder das doch gar nicht sein kann oder funktionieren wird, wird es schwer, an dein Herzthema heranzukommen. Mir hat die Meditation sehr geholfen, um mich wieder mit mir zu verbinden und meine Intuition wieder wahrnehmen zu können. Meditieren kannst du entweder frei, dir einfach ein paar Minuten lang selbst zuhören am Tag oder am Anfang auch geführte Meditationen. Davon gibt es viele auf Youtube. Wichtig ist dabei tatsächlich das dran bleiben. Alles braucht seine Zeit, du kannst nichts erzwingen. Eine andere Möglichkeit ist es, bewusst darauf zu achten, was dir gut tut, mit welchen Themen und Aufgaben du dich gerne beschäftigst. Und lass es zu, nichts ist richtig oder falsch. Reflektiere jeden Tag und nimm wahr, was du mit welcher Emotion gemacht hast. Setz dich in Ruhe hin, am besten ohne Musik und nur in der Stille. Schreib einfach alles auf, selbst wenn du eigentlich keine Lust hast zu schreiben. Sieh das Büchlein als deinen stummen Gesprächspartner, der einfach nur da ist, um dir zuzuhören.  Am Anfang geht es nur mal darum, wahrzunehmen, du musst nicht gleich den passenden Job oder die passende Selbstständigkeit finden. Bei mir hat sich das am Anfang immer mal geändert und auch heute noch gibt es Situationen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich das ist. Auch das ist wichtig, lass dich davon nicht verunsichern. Je nachdem wie weit weg du von dir selbst bist, dauert das länger oder kürzer. Irgendwann wirst du aber merken und spüren, was sich für dich richtig und gut anfühlt. Deine Intuition wird dich dann weiter führen und alles wird sich fügen.

Probiere alles aus!

Nur zu reflektieren ist nicht jedermanns Sache, meine auch nicht. Wenn du das Gefühl hast, dass dir das zu wenig ist, kannst du es wie ich machen. Probiere alles aus. Alles, was dir irgendwie über den Weg läuft. Mach Kurse, hör dir Podcasts an, sprich mit Leuten, die irgendwas tun, was du noch nicht kennst. Erweitere deinen Horizont, es gibt Millionen von Möglichkeiten, Richtungen, Branchen und Aufgaben. Ich bin zum Beispiel die erste, die sich auf Arbeit meldet, wenn irgendein Kollege aus einer anderen Abteilung Hilfe braucht. Zum einen lerne ich dadurch andere Tätigkeiten und auch andere Herangehensweisen kennen, aber auch privat nutze ich jede Möglichkeit, um irgendwas Neues zu probieren. Sei es Theater, Museum, Bücher, ein Seminar, was neues zu Essen, plaudern mit einem Fremden beim Einkaufen an der Kassa, einen Job in einer neuen Branche, eine offene Vorlesung, Vereine.  Jedes Mal, wenn du was Neues probierst und sei es noch so klein, erweitert das deinen Horizont und gehst aus deiner Komfortzone. Und vor allem lernst du unterbewusst, dass neu nicht schlecht ist. So wird dann auf einmal alles möglich. Je mehr du probierst und aus deiner Komfortzone gehst, umso mehr spürst du, was du magst und was nicht. Das Leben ist so bunt, vielfältig und unterschiedlich, dass ich es immer wieder faszinierend finde. Und woher sollst du alle Möglichkeiten kennen, wenn du dich bisher nur in deiner dir bekannten Welt befunden hast.

Eine Vision muss nicht immer riesig sein, es können auch scheinbar einfache Dinge sein. Eine Freundin von mir zum Beispiel liebt es, eine liebevolle Mama und Frau zu sein. Sie kümmert sich so wundervoll um ihre Familie und Freunde, dass mich das sehr inspiriert. Und damit tut sie etwas sehr wichtiges für die Welt, sie verschenkt Liebe, Hoffnung und ein Zuhause. Auch das kann eine Vision sein, ich finde sogar eine der wichtigsten.

Egal was deine Vision ist, sie ist deine. Du kannst sie nicht vergleichen oder bewerten nach gut oder böse. Alles darf sein!

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Mut machen und einen von vielen Wegen zeigen, der dir dabei hilft.

Du bist ein Wunder und etwas ganz besonderes, vergiss das nie!

Deine Erika