Du hast eine Vision, einen Traum oder einen Wunsch? Aber irgendwas hält dich davon ab, es auch richtig anzugehen? Ja, das Problem kenne ich nur zu gut. Auch wenn es so scheint als ob ich alles umsetze, was ich mir vornehme, ist das nicht unbedingt so. Bei meiner Vision angekommen bin ich noch ganz lange nicht. Und noch schwerer war es, überhaupt mal anzufangen. Ziele und Träume sind auch manchmal etwas angsteinflößend oder es fehlt an den Umsetzungsideen. Meinen Blog zum Beispiel, habe ich bestimmt 1 Jahr vor mir hergeschoben, nicht weil ich ihn nicht wollte, sondern weil mir einfach der Mut und auch der erste Schritt gefehlt hat. Dabei ist es unerheblich, ob du was Großes oder nur was Kleines erreichen möchtest. Der erste Schritt ist meist der schwerste, das kenne ich nur allzu gut aus meiner persönlichen Erfahrung.  Aber wenn man alles immer nur weiter hinausschiebt, ändert sich halt auch nichts. Motivation ist grundlegend dabei, aber Mut und ein klares erreichbares Ziel, fast noch wichtiger. Und da sind wir ja schon fast beim größten Problem der Umsetzung.

Ein klares erreichbares Ziel!

Ist eine Million Euro erreichbar und klar? Ist glücklich sein klar? Ist ein Job, für den man noch nicht qualifiziert ist, erreichbar? Diese Fragen kannst du dir nur selber beantworten. Basierend auf deinen Glaubenssätzen und deiner Erfahrungen, können diese Ziele erreichbar sein oder eben nicht. Wenn man das Ganze objektiv von oben betrachtet, ist sowohl die Million als auch der Job absolut erreichbar, das haben schon andere geschafft, also warum solltest du es nicht schaffen? Hör in dich hinein und frag dich: Ist das für MICH ein vorstellbares Ziel, kann das passieren aufgrund meiner Einstellung und Erfahrungen im Leben? Glücklich zu sein ist da schon etwas kniffliger. Wenn dein Ziel einfach nur ein glückliches Leben ist, musst du ganz genau definieren, was das sein soll. Ist es ein Leben in Reichtum, in einer Beziehung, ohne Streit? Was genau bedeutet für dich glücklich? Je klarer, detaillierter und realer dein Ziel wird, umso eher findest du die Kraft, auch in die Umsetzung zu kommen. Dafür muss es aber wirklich klar definiert und für dich stimmig sein.

Schritt 1 – Schritt 2 – Schritt 3!

Von 0 auf 100 in derselben Sekunde kommt auch kein Auto der Welt, das braucht auch eine kleine Startzeit. Wenn für dich dein großes Ziel steht, mach dir Etappen, Schritt für Schritt, schreib dir auf was du brauchst, um dorthin zu kommen. Und brich es in so viele kleine Stepps runter, dass dir die Einzelnen keine Angst mehr machen. Ich mache das zum Beispiel ständig. Im Verkauf werden mir Ziele vorgegeben, und ich schau mir an, welche Schritte dazu führen, dass ich diese Ziele auch erreichen kann. Um Umsatz zu generieren, brauche ich Neukunden, um an Neukunden zu kommen, brauche ich Termine, um Termine zu bekommen, brauche ich Telefonaquise und Recherche. Aber damit ich erstmal telefonieren kann und dadurch auch Termine bekomme, brauch ich gute Laune und einen Bürotag. Indem ich also ins Büro gehe und dafür sorge, dass ich gut drauf bin, arbeite ich jeden Tag ein wenig an meinem großen Ziel. Genauso verliert dein großes Ziel auch an Angst. Je kleiner und genauer die Schritte sind, die du dir setzt, umso realer und auch umsetzbar wird dein Gesamtvorhaben. Dann hast du nämlich nicht diese eine riesige Herausforderung, sondern kleine, machbare und planbare To-Dos. Wenn ich zum Beispiel ständig an die Umsatzzahl denken würde, die ich im Jahr erreichen muss, würde mich sofort der Mut verlieren und ich würde nicht mehr happy ins Büro gehen, aber so habe ich die vielen kleinen Schritte vor Augen, die mich zu meinem Ziel führen. Und selbst wenn mal ein Schritt nicht so gut funktioniert oder du auf unvorhersehbare Probleme dabei stößt, wird dir das nicht gleich deinen Traum in weite Ferne rücken, sondern ist halt ein anderer Schritt dazu gekommen. 

Frag dich WARUM?

Warum ist das dein Ziel? Ist das überhaupt dein Ziel? Willst du mit diesem Ziel jemandem etwas beweisen? Lange Zeit war in meinem Leben alles darauf ausgerichtet, die Menschen im Außen zu begeistern, mein Ego zu stärken und dadurch meinen Selbstwert zu erhöhen. Ich wollte so und so viel Geld verdienen damit andere mich bewundern, ich wollte so und so aussehen damit ich als schön gelte, ich wollte mich auf diese oder jene Art geben, damit andere mich toll finden. Ganz im Ernst, das ist super anstrengend!  Und vor allem sind es nicht meine Ziele gewesen, das, was mich wirklich ausmacht und das, was ich wirklich sein will. Aber das ist mir erst aufgefallen, als ich an einem Punkt war, wo ich immer hin wollte und immer dachte, DANN habe ich das was ich will. Für mich waren das gleich mehrere Punkte: Kleidergröße 34, flacher Bauch, lange Haare, schöne Haut (das was in der Gesellschaft als schön und attraktiv empfunden wird) und ein Jahresgehalt, das ich noch vor 10 Jahren in meinen Träumen als unerreichbar empfunden habe (Da ich aus eine sehr armen Familie komme, war das eigentlich nicht so viel, aber es war mein Ziel). Tja, als ich dann den Körper hatte, den ich haben wollte und das Geld verdient habe, was ich mir als Ziel gesetzt habe, hat sich nichts verändert! Ich hab mich eher leer und einsam gefühlt. In diesem Moment war ich tatsächlich fassungslos, das soll es jetzt gewesen sein? Ich hab mir das irgendwie besser, erfüllender vorgestellt. Und genau das passiert aber nicht, wenn es nicht deine Ziele sind. Egal was du erreichst, es wird dir nicht das Gefühl geben, was du dir wünschst, weil es eigentlich nicht deine Ziele sind. Es sind Dinge, die du aufgrund der Gesellschaft und der Erziehung als erstrebenswerte Ziele präsentiert bekommen hast, meistens aber gar nicht deine sein müssen. Schauen wir uns nur das Beispiel mit meinem Körper an. In den 50er Jahren war Marilyn Monroe DAS Sexsymbol und galt als perfekt, nur 10 Jahre später in den 60ern hätte man sie als übergewichtig auf Diät geschickt, da sollte die Frau von heute dürr und mit flachem Busen sein. Aber genauso kann man sich das auch bei den Männern anschauen. In den 80ern waren dünne, hochgewachsene Männer mit Pornobalken total angesagt, heute ist es wieder der Vollbart und sie sollten trainiert sein. Was ist, wenn in einem Jahr abgehungert und übernächtigt Trend ist? Dann machst du das nicht mit? Auch das gab es schon, Heroinschick, der in den 90ern das angestrebte Ideal war. Und auch das galt für beide Geschlechter. Also der Körper, den ich haben wollte, war der Körper, den mir die Gesellschaft als schön vorgibt, je mehr ich schien, dem Schönheitsidealbild zu entsprechen, umso mehr fand ich aber, was noch nicht zu diesem Bild passt. Und vor allem dann änderte sich das auch noch. Von flachem Bauch und schöner Taille zu komplett durchtrainiert ohne weibliche Taille. Da hab ich mir die Frage gestellt, will ich das? Nein, ich mag meine Taille, meine weiche Haut und meine weiblichen Rundungen sehr. Für mich bin ich zu dem Ergebnis gekommen, gesund sein ist das Ziel, auf mich und meinen Körper hören und auf mich achten. Übergewicht ist ungesund, aber genauso ungesund ist es, ständig auf irgendeiner Diät zu sein oder so extrem Sport zu treiben, dass es schon wieder schädigend ist.

Ich glaube das macht ganz deutlich, dass Ziele, die man hat, nicht unbedingt tatsächlich von einem selbst kommen. Also frag dich: IST DAS MEIN ZIEL und WARUM will ich das? Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, Ziele, die nicht wirklich von dir sind, sind unglaublich anstrengend und man wird nie so engagiert sein, dorthin zu kommen, als wenn es wirklich ein eigenes Ziel ist, geboren aus deinem Leben und umrahmt von deiner Leidenschaft für ein Thema.

Ich wünsche dir eine wundervolle Woche und hoffe, dir helfen diese Anregungen, um deinen Zielen ein Stück näher zu kommen.

Alles Liebe Deine Erika