Willkommen in 2019!

Einem neuen Jahr voller Möglichkeiten, Chancen, Wundern. So sehe ich zumindest das Leben, für mich ist es immer wieder ein Abenteuer, voller spannender Herausforderungen und wichtigen Learnings. Und das bedeutet nicht, dass bei mir immer alles rosig ist und ich keine Tage habe, an denen ich nicht an mir zweifele. Genauso wie die Hochs, gehören auch die Tiefs in ein Leben. Sie sind unglaublich wichtig, um zu lernen. Mal ganz ehrlich, ein Leben, in dem jeder Tag gleich aussieht, es nie eine Verbesserung oder etwas gibt, auf das man sich freuen oder stolz sein kann, wäre doch auch irgendwie ein wenig langweilig, oder? Und genauso ist es auch bei Gesprächen mit Menschen, mal sind sie fordernd, mal anstrengend, mal super einfach. Für mich ist die Art der eigenen Kommunikation der Schlüssel zu einem glücklichen, zufriedenen Leben. Nur wenn ich mich selbst so ausdrücken kann, dass andere mich verstehen und ich andersherum dazu in der Lage bin, andere zu verstehen, kann ein erfüllendes Miteinander entstehen. Aber wie macht man das? Tja, da habe ich lange gebraucht, um das für mich zu verstehen. Man wird groß in seiner Familie, übernimmt Sprachmuster, sammelt seine Erfahrungen, erlebt schlimme und schöne Momente. Jeder von uns, jeder einzelne, hat seine ganz individuelle Geschichte. Diese Geschichte macht uns zu dem was wir sind, glauben wir zumindest. Aufgrund von unseren Erfahrungen verhalten wir uns, wie wir uns verhalten, tun, was wir tun, lieben wir, wie wir lieben. Ein bissl ein Kreislauf, der sich in gewisser Weise immer und immer wiederholt. Und das alles nehmen wir mit, in jedes Gespräch, in jede Begegnung und in jeden Konflikt. Doch was, wenn man eigentlich nicht zu 100 % zufrieden ist? Was, wenn man das Gefühl hat, irgendwie läuft das nicht so, wie man es gerne hätte? An diesem Punkt steht wohl jeder mal. Irgendwie kann es das doch nicht sein, muss das Ganze so ablaufen und wie kann ich mein Leben fröhlicher, zufriedener und schöner gestalten? Ohne Drama, ohne Konflikte, ohne diese ganzen Selbstzweifel. Ich möchte heute eine Coaching Übung mit dir teilen, die mich sehr bewegt hat und am Anfang sehr schwierig für mich war.

Was für ein Mensch willst du sein?

Komische Frage? Ja, da gebe ich dir recht. Wir sind doch, wie wir sind? Ich bin ich. Doch, du bist der Mensch, der du sein willst, du kannst dich dazu bewusst entscheiden, ob du freundlich bist oder ein Ungustl. Du kannst dich in jedem Moment selbst fragen, ob du nett oder patzig reagieren willst. Die Entscheidung dazu, was für ein Mensch du sein willst, triffst du ganz allein. Deine Reaktion auf die Dinge, die passieren, bestimmst du. Niemand zwingt dich dazu, einen anderen Menschen schlecht, abwertend oder negativ zu beurteilen oder zu behandeln. Das machst du ganz allein. Und genauso kannst du dich auch dazu entscheiden, das nicht mehr zu tun. Die Wahl triffst du ganz allein. Die Frage: Was für ein Mensch will ich sein? ist sehr grundlegend und wenn du dich damit auseinandersetzt und es dir bewusst machst, wird sich in deinem Leben mit Sicherheit etwas ändern. Das verspreche ich dir! Ab dem Moment, in dem du dich entschließt, etwas Bestimmtes zu sein und es absolut ernst meinst, wird sich dein Verhalten ändern. Um das besser zu verstehen, erzähle ich dir von einer meiner Entscheidungen. Als ich mir diese Frage zum ersten Mal gestellt habe, habe ich für mich entschieden, dass ich ein Mensch sein möchte, bei dem sich andere Menschen wohl fühlen. Ich möchte den Leuten um mich herum das Gefühl geben, dass ich sie sehe. Ich finde es sehr schade, dass in der heutigen Zeit viele nur auf sich selbst und ihren Vorteil bedacht sind, und als ich das für mich definiert habe, habe ich an die Menschen gedacht, bei denen ich mich wohl fühle und daran, dass ich genau das zurückgeben möchte. Sie geben mir Raum und sehen mich, ich kann sein, wie ich bin und genau dieses Gefühl möchte ich Menschen geben, die mit mir zu tun haben. Egal ob es meine Freunde, meine Kollegen, Studienkollegen, Kunden oder Menschen sind, die ich irgendwo kurz treffe. Ich möchte ein Mensch sein, bei dem sich andere Menschen wohl fühlen. Diese Entscheidung hat meine gesamten zwischenmenschlichen Kontakte verändert, grundlegend! Seit diesem Moment gebe ich mir sehr viel Mühe, auf Menschen einzugehen, zuzuhören, eine positive Stimmung zu verbreiten und einfach dafür zu sorgen, dass Menschen sich bei mir wohl fühlen. Weil ich weiß, wer und wie ich sein will, kann ich mich auch so verhalten. Der Vorteil daraus ist, dass es ist nicht nur für die anderen Menschen angenehm ist, mich zu treffen, auch ich bin viel gelassener, entspannter und glücklicher dadurch. Dadurch, dass ich darauf achte, dass andere sich bei mir wohl fühlen, tun sie in den meisten Fällen das Gleiche für mich. Völlig unbewusst, aber eine Bereicherung für alle. So ein Prozess funktioniert aber nicht von heute auf morgen, auch ich habe immer wieder mal nicht so gute Tage. Und das ist völlig ok! Keep cool Erika, sag ich mir dann. Heute funktioniert es nicht, doch morgen entscheide ich mich wieder neu dafür. Eine Sache, die ich mir für mich selbst entwickelt habe, ist eine Silhouette, die mich darstellt und in der ich alle Facetten meines Seins geschrieben habe. Zum Beispiel steht da: fröhlich, lachend, liebend, zuhörend, authentisch usw. drin. Alles Dinge, die ich gerne sein will, die mich als Menschen ausmachen und Dinge, an die Menschen denken sollen, wenn sie sich an mich erinnern. Wenn du möchtest, kannst du auch noch einen Schritt weiter gehen. Stell dir vor, was die Menschen auf deiner Beerdigung über dich erzählen. Setz dich allein hin, mach es dir gemütlich und schließe deine Augen. Stell dir vor, du siehst deine eigene Beerdigung, alle Menschen, die dir mal in deinem Leben begegnet sind und vielleicht auch die, die dir noch begegnen werden. Wie möchtest du, dass diese Menschen über dich denken und sprechen, wenn du nicht mehr da bist. Eine sehr fordernde und vielleicht auch im ersten Moment traurige Übung, aber glaube mir bitte, es gibt kaum eine Kraftvollere, um sich klar darüber zu werden, wer man eigentlich sein möchte. Wie möchtest du in Erinnerung bleiben? Was möchtest du hinterlassen? Und das müssen keine großen Dinge sein, sondern die Details, die dich ausmachen.

Ich habe dir als Inspiration eine Vorlage als Bild eingefügt, tolle Vorlagen findest du überall im Internet, wenn du nach gezeichneter Silhouette suchst. Such dir eins aus, bei dem du dir vorstellen kannst, das bist du und lass dich überraschen, was alles in dir steckt. Mein Bild habe ich in meiner Wohnung an einen Platz gehängt, an dem ich oft vorbei gehe, es erinnert mich immer wieder daran, was ich für ein Mensch sein will. Wie möchte ich sein, wie sollen Menschen sich fühlen, wenn sie mich getroffen haben und was möchte ich, das sie über mich sagen und denken, wenn sie sich an mich erinnern. Dabei musst du aber vorsichtig sein, es geht nicht darum, was andere über dich und dein Verhalten denken oder dass du dich verbiegst, sondern dass du du selbst bist und dir einfach bewusst machst, was das eigentlich bedeutet. Besonders zum Start eines neuen Jahres ist dies eine wundervolle Übung, es stehen jetzt noch 359 Tage vor dir, warum also nicht sich darüber Gedanken machen, als was für ein Mensch man dieses Jahr erleben möchtest.

Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag und ganz viel Freude bei der Übung.

Lass mich gerne wissen, wie sie dir gefällt und was deine Erfahrungen damit sind.

Deine Erika