Tag für Tag bekommen wir 24 Stunden zur Verfügung gestellt. Jeden Tag aufs Neue. Immer die gleiche Anzahl. Doch dann kommt das Leben. Sicher kennst du das. Du hast eine Menge zu erledigen und am Abend hast du das Gefühl nicht alles geschafft zu haben. Ein unschönes Gefühl und, vor allem erzeugt das Druck. Wichtige Dinge bleiben liegen, und obwohl du den ganzen Tag von A nach B gehetzt bist weißt du gar nicht was du eigentlich den ganzen Tag gemacht hast. Wichtige Dinge sind nicht erledigt und Zeit für das was du eigentlich lieber gemacht hättest, hattest du auch nicht. In solchen Momenten hab ich mich immer gefragt: Wie machen das die Menschen die irgendwie alles erledigen und hinbekommen? Und vor allem wie kann es sein das es Menschen gibt die nie im Stress sind und trotzdem unglaublich viel erledigen? Zeitmanagement ist eine Kunst, es ermöglicht es dir mehr von dem zu tun was dir wichtig ist, und das was dich nicht weiter bringt, aus deinem Leben zu streichen. Und vor allem es gibt dir das Gefühl das du entscheidest, über dein Leben und über deinen Tag. 24 Stunden sind 1.440 Minuten und 86.400 Sekunden. Auf eine Woche gerechnet sind das dann schon 168 Stunden, 10.080 Stunden und 604.800 Minuten.  Eigentlich eine Menge an Zeit, die dir zur Verfügung steht. Wenn man sich das mal aus dieser Perspektive ansieht, bekommt ein Tag schon eine ganz andere Dimension. Deswegen möchte ich dir heute 3 wertvolle Tricks mitgeben um mehr aus deinem Tag zu machen.

Trick 1:

Schau dir deinen Tag an. Ganz genau! Am besten funktioniert das bei mir mit einer Timeline. Male dir deinen Tag auf, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Und notiere dir ein paar Tage lang ganz genau deinen Tag, deine Routinen, deine Abläufe und was du wann machst. Rechne auch deinen Schlaf dazu, Schlaf ist etwas unverzichtbares wenn du Leistung bringen willst, und sollte das letzte sein an dem du versuchst Stunden zu sparen. Aber unabhängig davon neigen wir Menschen dazu in Muster zu verfallen, immer und immer wieder die gleichen Abläufe und Tätigkeiten zu machen, die uns oft gar nicht bewusst sind. Ich persönlich mache diese Übung einmal im Jahr, über einen Zeitraum von einer Woche. Dann lege ich mir meine Timelines zusammen und schaue mir an wo ich Muster erkenne, und welche Tätigkeiten sich eingeschlichen haben und mir Zeit rauben. Rechne dir die Zeiten von den Dingen die deiner Meinung nach unnötig sind zusammen und schau mal wie sich das für dich anfühlt. Jeden Tag 2 Stunden Fernsehen zum Beispiel, kann sich so in einer Woche auf 14 Stunden summieren, genauso werden auch aus 30 Minuten am Tag mit Kollegen an der Kaffeemaschine plaudern oder am Handy spielen zu 3,5 Stunden in der Woche. Schau dir an welche Tätigkeiten du für Sinnvoll empfindest und welche dich eigentlich aufhalten und wieviel Zeit du dafür aufwendest. Sobald dir diese Muster bewusst werden, verspreche ich dir, wirst du anders damit umgehen. Nachdem du weißt für was du deine Zeit verbrauchst kannst du dir auch überlegen was du in dieser Zeit lieber machen würdest und damit kommen wir zum zweiten Trick.

Trick 2:

Setze dir Prioritäten. Welche Dinge und Aufgaben haben Priorität und in welchem Zusammenhang stehen sie. Schreib dir alle Dinge auf die dir wichtig sind. Zum Beispiel: Job, Freunde, Familie, Sport, Ernährung usw. Im ersten Schritt kannst du das sehr grob machen, im zweiten schreibst du dann unter die einzelnen Punkte ein paar Details und was du dafür tun musst. Zum Beispiel: Ernährung, dazu gehört Einkaufen, Kochen, Vorbereiten usw. Teile alle Aufgaben in Unterpunkte, damit dir bewusst wird was alles dazu gehört. Das gibt dir eine Übersicht über die komplexibilität deiner Prioritäten und macht sie greifbarer und somit auch einteilbar.  Pro Woche hast du 1.440 Stunden Zeit und jetzt teile zuerst deinen Oberkategorien die Stunden zu, teile diese wieder auf in die Unterpunkte. Ich wette das dir bei so vielen Stunden sogar ein paar Stunden übrig bleiben 😉

Trick 3: 

To – Do Listen und Fokus. To-Do Listen geben dir eine Übersicht über das was alles zu erledigen ist. Sicher ist das keine neue Erkenntnis für dich, aber nutzt du sie auch? Und zwar nicht nur in der Arbeit sondern auch zuhause und bei deinen Projekten? Probiere das mal aus, einfach zu allem was du machen möchtest dir eine To-Do Liste zu schreiben. Ich hab es sogar mal für Lesen ausprobiert. Da stand dann: Tee kochen, Kerzen anmachen, Handy leise machen, ect. drauf. Und dann arbeite das ab. Ohne bei einer Sache abgelenkt zu werden. Zu allem was wir tun, ob Lesen, Kochen, Sport gehören meist noch andere Sachen dazu, diese werden aber da sie nicht in unserem Blickfeld sind ausgespart. Wenn du sie noch nicht auf deiner eingeteilten Prioritäten Liste hast, werden dir hier die Details einer Tätigkeit bewusst. Das Problem dabei ist aber das diese Dinge die dazu gehören auch Zeit benötigen und man sich auch in ihnen verlieren kann, oder sich eben genau in dieser Phase ablenken lässt. Wenn du dir einmal bewusst machst was alles zu einer bestimmten Tätigkeit gehört, bekommst du ein besseres Gefühl dafür und vor allem kannst du dann deinen Fokus lenken und verlierst dich nicht in den Kleinigkeiten.

Unsere Zeit ist das wertvollste was wir haben, wir haben die Entscheidung darüber, ob wir sie nutzen oder ob wir sie einfach verstreichen lassen.  Erschaffe, Gestalte und Organisiere dir dein Traum leben, nutze deine 1.440 Minuten jeden Tag voll aus. Du bist der Gestalter deines Lebens und Zeit ist nicht linear, wie Einstein schon sagte!

Deine Erika